Über mich
schon immer war ich sehr an allerlei Tieren interessiert und wurde darin durch meine Eltern besätigt. Mein erstes Haustier war eine Griechische Landschildkröte, Hannibal. Ich meine, er hätte auf seinen Namen reagiert, was ja eigentlich nicht möglich ist, aber egal! Hat man ihn gerufen, kam er irgendwann. Sein Lieblingsplatz war hinter der Heizung und wir haben immer gezittert, ob er die Überwinterung im Keller überlebt.
Einige Jahre später, ich war mit meiner Mutter in Amerika, kam der traurige Anruf von meinem Vater, dass Hannibal nicht mehr lebt. Mein damaliger Schwager hat mir damals dann umgehend einen Hund versprochen, um die Tränenflut etwas ab zu mildern. Daran habe ich mich gehalten und meine armen Eltern so lange genervt, bis wir im Mainzer Tierheim fündig geworden sind. Flocki zog ein. Ein Senf-Hund vom aller Feinsten. Er war zu dem Zeitpunkt etwa anderthalb Jahre alt und war gefunden worden. Es wurde angenommen, dass er bei einem Autounfall weg gelaufen ist. Er war super gut erzogen und ein echter Kinderkumpel. Ich habe viel von ihm gelernt.

Meine Eltern wollten nach Flocki kein Haustier mehr, weil sie sich so gebunden fühlten. Keine freie Urlaubsplanung, immer daran gebunden sein, dass der Hund zu bestimmten Zeiten raus musste usw. Also hat es sehr lange gedauert, bis ich wieder mit einem Haustier zusammen leben konnte.
In meiner ersten eigenen Wohnung zog schon sehr bald Moritz ein, ein 10 jähriger, völlig verwahlloster Straßenkater, der mir von der Tierärztin einer Bekannten "aufs Auge gedrückt wurde". Ich mochte Katzen eigentlich nicht so gerne, aber manches kommt eben anders, als man es plant. Moritz wurde mein steter Begleiter und ging sogar ohne Leine mit mir mitten in der Stadt spazieren. Wir waren bald ein eingespieltes Team und ich durfte noch fast 10 Jahre mit ihm verbringen. Moritz wurde im Laufe der Zeit blind, hörte nicht mehr gut und hatte einige andere Alters-Zipperlein, aber er hat mich jeden Tag an der Wohnungstüre begrüßt. Schliesslich musste ich ihn gehen lassen, er hatte einen Hirnschlag oder Schlaganfall und war völlig orientierungslos. Die Tierärztin meines Vertrauens hat keine gute Prognose stellen können und so war es an der Zeit mich 1999 von ihm zu verabschieden.
Mittlerweile war ich mit meinem Lebensgefährten, Andreas, zusammen gezogen und er hatte seine Katze Leah mit gebracht. Irgendwann gesellte sich dann noch Kira dazu und Hugin hielt Einzug. Parallel zu den Wohnungstieren entdeckte ich eine andere Leidenschaft wieder: Pferde. Ich bin als Kind schon viel geritten und hatte dann irgendwann aufgehört, weil sich Schule und Reiterei nicht mehr vereinbaren liessen. Naja, irgendwie kamen wir dann zu Anja, einer "gebrauchten" Kaltblutstute mit solider Holzrückeausbildung. Auf dem Hof, auf dem Anja unter gebracht war, haben wir die Bekanntschaft von Gromit und seiner Schwester, Linda, gemacht. Da Gromit nicht auf dem Hof bleiben konnte, haben wir ihn im Alter von etwa 10 Wochen adoptiert.
Durch ihn bin ich überhaupt erst auf die Rasse Basenji aufmerksam geworden. Ich wusste nicht, was das für Hunde sind und habe angefangen mich zu informieren. Nun ja, diese Informationen haben mich sehr neugierig gemacht. Konnte ich doch von den geschriebenen Eigenschaften so einige in meinem Basenji-Mix, Gromit, wieder finden. Nach längerer Suche bin ich auf die Basenjis von Frau Vogler, Old Legend's, gestossen und konnte die Hunde persönlich kennen lernen. Schon bald war ich so begeistert, dass für mich feststand, genau das ist meine Sorte Hund.
Da man sich ja am Meisten über das freut, was man sich hart erarbeitet hat, habe ich zu diesem Zeitpunkt aufgehört zu rauchen und das ganze Geld, dass ich normalerweise für Zigaretten ausgegeben habe, gespart und konnte mir dann davon meinen allerersten "echten" Basenji gönnen: Jester (Old Legend's Anam Chara) zog ein. Ich habe innerhalb kürzester Zeit festgestellt, dass Basenjis doch ganz anders waren, als ich es mir so anhand der Verhaltensweisen von Gromit vorgestellt hatte. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, dieser überaus faszinierenden Hunderasse mehr und mehr zu verfallen.
Für mich sind Basenjis einfach die schönsten, elegantesten Individualisten, die mir je begegnet sind. Ich geniesse jeden Tag mit ihnen und freue mich, ihr überschäumendes, fröhliches Wesen um mich zu haben. Kurzum, ich habe meine Traumhunde gefunden.
Seit 2007 bin ich anerkannte Züchterin für die Rasse Basenjis. Ich hoffe, meine Faszination für diese aussergewöhnlichen Hunde, an Interessierte weiter geben zu können.
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"Die Reise des Lebens in Gesellschaft von Tieren ist wie eine Reise mit Engeln, Führern, Hütern, Hofnarren, Schatten und Spiegeln. Auf meiner Reise, bei der ich versuche, Tiere vollständiger zu sehen, mich auf fremdem Land bewege und mich um Sprachkenntnisse in diesen anderen Sprachen bemühe, habe ich viel mehr gefunden, als nur die Tiere selbst. Wie alle Reisenden, egal, wie weit der Weg sie führt, habe ich mich selbst gefunden."
- Suzanne Clothier